Raser-Prozess wird neu aufgerollt

von Redaktion

BGH hebt Urteil nach illegalem Rennen mit Todesfolge auf

Deggendorf/Karlsruhe – Ein tödlicher Raser-Unfall in Niederbayern muss vor dem Landgericht Deggendorf in Teilen neu verhandelt werden. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat eines der beiden Urteile vom November 2019 zugunsten des Verurteilten abgeändert und teilweise aufgehoben.

Angeklagt waren zwei Männer, die sich im Juli 2018 im Kreis Regen ein illegales Straßenrennen mit einem Sportwagen und einem Motorrad geliefert hatten. Der Sportwagen prallte gegen einen Oldtimer. Dessen Fahrer starb, sein Sohn erlitt lebensgefährliche Verletzungen und ist seither schwerbehindert. 2019 waren die zwei Raser jeweils zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Staatsanwaltschaft und Verteidigung akzeptierten die Urteile. Die Nebenklage, Witwe und Sohn des Getöteten, waren in Revision gegangen, sie hofften auf eine Verurteilung wegen eines vorsätzlichen Tötungsdeliktes. Der BGH geht im Falle des Motorradfahrers allerdings von einem anderen Straftatbestand aus und hob das Urteil auf. Der neue Prozess könnte im Mai beginnen.  lby

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