von Redaktion

Heute besuchte ich meine Freundin Berta Raspelzahn. Wie so oft hatte die gelehrte Biberin ihre Schnauze in einen dicken Wälzer gesteckt. Ich quakte laut: „Buh!“ Erschrocken sprang meine Freundin auf und sagte empört: „Meine liebe Entendame, das ging zu weit! Ich war gerade in wichtige Studien vertieft!“ Ich entschuldigte mich kleinlaut und blickte auf Bertas Buch. Auf dem Deckblatt prangte groß das Wort „Sekten“. Ich schnatterte: „Es geht also um Sekt, das Getränk?“

Berta schüttelte ihren Kopf und erklärte, dass sie sich über Sekten informierte. Eine Sekte ist eine vergleichsweise kleine Gruppe und glaubt an etwas Bestimmtes. Der Name kommt vom lateinischen Wort secta – das bedeutet Abspaltung. Ich quakte: „Ich habe gehört, dass Sekten gefährlich sind!“ Meine Biberfreundin erzählte, dass das Wort Sekte viele Vorurteile mit sich bringt. Fast jeder hat bei diesem Begriff eine religiöse, fanatische Gruppe im Kopf. Dabei ist Sekte ursprünglich eine wertfreie Bezeichnung für eine kleine Glaubensgemeinschaft. Auch die Christen waren einmal eine jüdische Sekte. Aber natürlich sind viele der heutigen Sekten tatsächlich gefährlich, da sie ihren Mitgliedern zum Beispiel den Kontakt zu ihrer Familie verbieten. Eure Paula

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