Schnee und Lawinen in den Bergen, Blitzeis im Flachland und besonders viel Sonne im Allgäu: Zum heutigen meteorologischen Frühlingsbeginn blickt der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf einen facettenreichen Winter in Bayern zurück. In Oberstdorf im Allgäu wurde am 22. Dezember mit minus 19,2 Grad Celsius die bundesweit niedrigste Temperatur gemessen. Im Allgäu schien die Sonne dafür im Winter mit bis zu 310 Stunden bundesweit mit am meisten. Niederschläge gab es im Freistaat auch reichlich – die größte Tagesmenge deutschlandweit meldete Grafling-Mühlen bei Deggendorf am 28. Dezember mit 66,1 Litern pro Quadratmeter. In Bayern war es verglichen mit anderen Regionen in Deutschland am kältesten: Durchschnittlich wurden 2,2 Grad gemessen. Den Wert der international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990 gibt der DWD für den Freistaat mit minus 1,0 Grad an. Die Durchschnittstemperatur war im Winter 2021/2022 also um 3,2 Grad höher als in der Vergleichsperiode. Bundesweit betrachtet gehörte dieser Winter zu den sieben wärmsten seit Beginn kontinuierlicher Wetteraufzeichnung im Jahr 1881. lby