Ich hatte Waldkauz Ulrich schon lange nicht mehr gesehen. Deshalb watschelte ich zu seiner Baumhöhle und quakte nach oben: „Ulrich? Ist alles in Ordnung?“ Er steckte den Kopf aus seiner Höhle und krächzte: „Ich bin in Quarantäne und das ist sooo langweilig!“
Ich schnatterte dem Waldkauz zu, dass er noch Glück hat. Früher hat die Quarantäne 40 Tage gedauert, dagegen ist unsere Isolationszeit sogar wenig. Ulrich staunte: „40 Tage? Das ist so lange wie die Fastenzeit, die gerade beginnt!“ Mein Freund kauzte mir zu, dass es in jeder großen Religion Fastenzeiten gibt. Das christliche Fasten beginnt am Aschermittwoch und dauert bis Ostern. Die Christen verzichten auf Dinge, die ihnen wichtig sind, zum Beispiel auf Süßigkeiten oder das Handy und üppige Mahlzeiten.
Ich schnatterte: „Und warum muss man das 40 Tage durchziehen?“ Der Waldkauz krächzte, dass das auf einer Erzählung der Bibel beruht. Jesus soll vom Heiligen Geist in die Wüste gebracht worden sein, um vom Teufel verführt zu werden. Das war seine Probe. Obwohl er 40 Tage lang gefastet hat, hat er sich vom Teufel nicht unterkriegen lassen, sogar als der ihm angeboten hat, dass er essen kann, wenn er gegen Gesetze von Gott verstößt. Eure Paula