Bamberg – Mehr Bio-Äpfel und mehr Bio-Salat aus Bayern: Ein neues Kompetenzzentrum Ökogartenbau in Bamberg soll Obst- und Gemüsebauern beim Anbau von Bio-Produkten unterstützen. Die Experten beraten bayerische Betriebe bei der Umstellung auf ökologische Bewirtschaftung, helfen aber auch Bio-Bauern, die ihren Betrieb ausbauen wollen.
Zugleich gibt es eigene Forschungsprojekte, wie ein Sprecher der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) mitteilte. Dabei sollen die Versuche direkt auf den Anbauflächen von Gärtnerinnen und Gärtnern durchgeführt werden. Eines der ersten Vorhaben befasst sich mit einem Sortenvergleich bei Speisekarotten: „Die Möhre ist die am meisten angebaute Gemüsekultur im biologischen Anbau in Deutschland und wird gerne von Umstellungsbetrieben angefragt“, sagte LWG-Expertin Hildegard Cäsar.
Eine Herausforderung für den biologischen Anbau von Obst und Gemüse ist etwa die Schädlingsbekämpfung – es dürfen schließlich keine chemischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Man fördere stattdessen Nützlinge oder schütze die Kulturen mit Netzen oder Vliese, erläuterte Cäsar. Störende andere Pflanzen in den Beeten und Feldern müssten mit Hacktechnik oder mit der Hand entfernt werden. Die Expertin hat beobachtet, dass gerade bei jüngeren Gemüse- und Obstbauern ein großes Interesse am ökologischen Anbau bestehe. Die Nachfrage nach biologisch produzierten Lebensmitteln steige weiter. lby