BRAUCHTUM

von Redaktion

Zum Brauchtum der vorösterlichen Zeit gehörten bei uns früher in katholischen Kirchen „Buß- und Fastenpredigten“, in denen die Pfarrer dem Kirchenvolk alle ihre Verfehlungen in der närrischen Zeit überaus eindringlich und anschaulich vor Augen hielten und ihre Sünden wie Unzucht, Geiz, Eitelkeit und Stolz geißelten. In der Barockzeit entfachten viele geistliche Herren dabei auf den Kanzeln heftigste Donnerwetter. Weithin bekannt durch sei-ne lautstarken Auftritte war dabei der Wiener Augustinerchorherr Abraham a Sancta Clara, der mit bürgerlichem Namen Johann Ulrich Megerle hieß und viele Jahre auch in dem früheren bayerischen Marienwallfahrtsort Taxa bei Odelzhausen wirkte. Die früher üblichen Fastenpredigten werden heute nur noch vereinzelt in katholischen Kirchen angeboten.

BAUERN- UND WETTERREGELN

Früher Vogelgesang macht den Winter lang. Säst du im März zu früh, ist es vergebene Müh.

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