Garmisch-Partenkirchen – Angestellte des Garmisch-Partenkirchner Landratsamts erheben Rassismus- und Sexismus-Vorwürfe gegen den ehemaligen Leiter des Sachgebiets Ausländerwesen in der Behörde. Von anzüglichen und geschmacklosen Sprüchen gegenüber Mitarbeitern ist die Rede, von beleidigenden Gesten gegenüber Asylbewerbern und diversen anderen Vorwürfen. Die anonymen Ankläger haben Dienstaufsichtsbeschwerden gestellt – gegen den Landratsamtsmitarbeiter sowie gegen Landrat Anton Speer (FW). Und auch ein Schreiben an die Staatskanzlei adressiert.
Die Fälle liegen schon Monate zurück, der Mitarbeiter wurde mittlerweile intern in ein anderes Sachgebiet versetzt. Er bestreitet die Vorwürfe gegenüber unserer Zeitung schriftlich. Das Landratsamt bestätigte, dass Befragungen durchgeführt wurden, um den Vorwürfen nachzugehen. Die Aufklärung dauere aber noch an.
Die Staatskanzlei schaltete die Regierung von Oberbayern ein. „Wir werden den Landrat bitten, zu den erhobenen Vorwürfen Stellung zu nehmen“, sagte Regierungssprecher Wolfgang Rupp. Landrat Anton Speer lässt ausrichten, er finde es schade, dass nicht das Gespräch mit ihm direkt gesucht wurde. Er sei dafür aber jederzeit offen und betont: Die internen Prüfungen seien noch nicht abgeschlossen. cf