von Redaktion

Es war noch früh am Morgen. Ich nahm im See ein Bad und summte währenddessen etwas schief mein Lieblingslied vor mich hin. Da kam der Karpfen Franz-Josef herangeschwommen und blubberte, warum ich so schräge Töne von mir gebe. Er stellte fest, dass ich doch ein Vogel sei und Vögel im Frühling so schön singen, ich aber da wohl eine Ausnahme gemacht habe. Ich quakte: „Erst einmal guten Morgen, Franz-Josef! Ich mag das Singen zwar, ein Singvogel bin ich aber nicht. Ich mache das ja nur zum Spaß, für die Singvögel ist das Gezwitscher aber harte Arbeit.“

Der Urbayer blubberte, warum die Vögel singen, wenn sie keine Freude daran haben. Ich schnatterte: „Sicher mögen die Vögel ihren Gesang auch, der Hauptgrund ist aber, dass sie andere beeindrucken wollen.“ Ich erzählte meinem Freund, dass die Singvögel mit dem Zwitschern zeigen, was ihr Revier ist und ihren Konkurrenten deutlich machen, dass sie hier nicht ihr Nest aufschlagen dürfen. Die männlichen Vögel pfeifen also auf ihre Nebenbuhler! Gleichzeitig wollen die Männchen den Weibchen imponieren. Im Frühling ist nämlich die Brutzeit der Vögel und jedes Vogelmännchen will eine Vogelfrau finden, mit der er eine Familie gründen kann. Eure Paula

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