Gestern Nachmittag trieb meine Entenfreundin Klara lustlos über den See und machte ein ganz betrübtes Gesicht: „Mir ist ja so langweilig, kann nicht mal irgendjemand etwas gegen Langeweile erfinden?“, jammerte sie. Und nach einem kurzen Moment schob sie an Agnes gerichtet hinterher: „Wie wird man eigentlich Erfinder?“
Agnes plusterte sich auf und legte los: „Erfinder kann jeder werden, der durch schöpferische Leistung eine vorher nicht bekannte Lösung für ein Problem hervorbringt“, schnatterte sie. „Als Erstes geht es darum, ein Problem oder einen Mangel überhaupt zu erkennen. Dann gilt es, hierfür eine neue oder kreative – und meist technische – Lösung zu finden. Und wem das mindestens einmal in seinem Leben gelingt, der darf sich Erfinder nennen“, schloss sie.
„Ich kenne einen Erfinder: Johannes Gutenberg, der hat im 15. Jahrhundert den Buchdruck erfunden“, quakte ich ganz stolz darüber, dass ich das wusste. „Ich weiß eine neue Erfindung“, schnatterte jetzt Klara eifrig und wirkte nicht mehr betrübt. „Den Biontech-Impfstoff gegen Corona!“ „Sehr richtig“, pflichtete ihr Agnes bei. „Der wurde in weniger als zwölf Monaten nach Ausbruch der Pandemie entwickelt.“ Eure Paula