Anzeige gegen Busfahrer

von Redaktion

Kinder verletzt nach angeblich unnötigem Bremsmanöver

Fischen – Um den Kindern im Bus zu demonstrieren, wie es zu einem Unfall gekommen war, soll ein Schulbusfahrer in Fischen (Landkreis Weilheim-Schongau) unnötigerweise eine Vollbremsung hingelegt haben, in deren Folge sich zwei Kinder leicht verletzten. Nun haben Eltern die Polizei eingeschaltet.

Sören Lohmeiers neunjährige Tochter saß am Mittwochmorgen mit im Bus. Sie berichtete, dass der Busfahrer plötzlich ohne Grund stark bremste, nachdem er den Kindern im vorderen Busbereich von einem Unfall erzählt hatte, der sich kurz zuvor ereignet hatte. Die Neunjährige stieß wegen des Bremsmanövers gegen eine Trennwand und erlitt eine Prellung am Knie, ein weiterer Bub soll mit der Nase auf einen Handgriff geprallt sein. „Glücklicherweise ist nichts Schlimmeres passiert“, sagt Lohmeier. Damit so etwas aber nicht mehr vorkomme, habe er Anzeige erstattet und sich beim Regionalverkehr Oberbayern (RVO) beschwert.

Die Polizei Weilheim bestätigt, dass in dem Fall ermittelt wird. Noch müssten weitere Beteiligte gehört werden. RVO-Niederlassungsleiter Ralf Kreutzer zeigt sich „schockiert“. „Das ist ein ganz wichtiges Thema bei uns. Da wurde eine rote Linie ganz weit überschritten.“ Man habe eine Stellungnahme des betreffenden Busfahrers eingefordert – denn mehrere befragte Schüler hätten das Geschehen ähnlich geschildert. „So etwas geht einfach nicht.“ Es würden nun sämtliche arbeitsrechtlichen Möglichkeiten geprüft, betont der RVO.

KATRIN KLEINSCHMIDT

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