Die ersten Igel erwachen in Bayern angesichts der frühlingshaften Temperaturen aus ihrem Winterschlaf. Ab einer Außentemperatur von zehn Grad fahren sie ihre Körperfunktionen hoch, wie die Biologin Angelika Nelson vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) in Hilpoltstein mitteilte. Dabei verbrauchen die Stacheltiere allerdings ihre letzten Energiereserven und müssen nun schnell Nahrung finden. So früh im Frühjahr sei das aber nicht leicht. Der Igel steht inzwischen auf der Vorwarnliste von der Roten Liste der Säugetiere. Das bedeutet, dass ihr Bestand merklich zurückgegangen ist, sie aktuell aber noch nicht als gefährdet gelten. Der LBV ruft die Menschen in Bayern deshalb dazu auf, alle lebenden und toten Igel per App oder im Internet zu melden. Der Naturschutzverband möchte dadurch mehr darüber herausfinden, wie die Säugetiere mit Veränderungen in der Landschaft und beim Klima zurechtkommen. Der Insektenschwund, der Straßenverkehr, der Einsatz von Giften und Parasitenbefall gefährdeten die Igel. mm