Söder kündigt Flüchtlingsgipfel mit Kommunen an

von Redaktion

München – Markus Söder plant einen Krisengipfel mit den Kommunen, um die Hilfe für die Geflüchteten aus der Ukraine besser zu organisieren.

In seiner Regierungserklärung im Landtag kündigte der Ministerpräsident an, dass für heute ein Treffen mit den Landräten und Oberbürgermeistern aus ganz Bayern geplant sei. Das Mitgefühl im Freistaat sei groß, betonte er. „Es ist beeindruckend, wie viele Menschen helfen, wie viele Einzelpersonen an die Grenze fahren, um Hilfsgüter dorthin zu bringen, wie viele Vereine und Organisationen Spenden sammeln.“ Die Geflüchteten seien für diese Hilfsbereitschaft sehr dankbar, betonte Söder. Das habe er selbst in den vergangenen Tagen erlebt.

Da noch viele tausend Menschen in Bayern ankommen werden, müsse die Hilfe aber gut organisiert und vernetzt werden. Er geht davon aus, dass bald auch Turnhallen gebraucht werden. Auch die Unterbringung in Kirchen und Klöstern sei denkbar. Dazu gebe es bereits Gespräche. „Wir müssen alle Möglichkeiten nutzen, die wir haben.“ Neben der Unterbringung kommen auch viele Integrationsaufgaben auf Bayern zu, betonte er.

Söder forderte die Bundesregierung erneut auf, bei der Koordinierung nachzubessern. Bayern sei finanziell in Vorleistung gegangen. „Der Bund darf Länder und Kommunen bei dieser Aufgabe aber nicht alleinlassen.“

Bayern helfe mit Herz, die Planungen seien aber wegen der geringen Vorlaufzeiten für die ankommenden Züge mit den Geflüchteten sehr schwierig. „Oft erfahren wir erst eine Stunde vorher, dass ein Zug mit Menschen aus der Ukraine ankommt.“ Rund 50 000 Flüchtlinge seien bisher in Bayern angekommen, sagte Söder. Bereits jetzt seien Plätze in den Unterkünften rar.  kwo

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