Heuer werden so viele Maibäume aufgestellt wie noch nie – die Regeln zum Maibaum-Klau

von Redaktion

In diesem Jahr werden so viele Maibäume aufgestellt wie noch nie. Schließlich mussten viele Gemeinden wegen der Corona-Pandemie ihre Maibaum-Feiern zwei Jahre lang aufschieben. Angesichts der vielen Feste ist das Party-Equipment schon jetzt restlos ausverkauft. Eine Reihe von Maibaum-Festen wird daher auch noch nach dem 1. Mai stattfinden – wie zum Beispiel im Landkreis Fürstenfeldbruck. Angesichts der schier unüberschaubaren Menge von Bäumen juckt es den Maibaum-Dieben verständlicherweise in den Fingern. Gibt es doch viele Gelegenheiten, bei denen sie zugreifen könnten. Einige Regeln sollten dabei jedoch beachtet werden – so will es die Tradition:

1. Solange der künftige Maibaum noch im Wald liegt, ist er für Diebe strengstens tabu. Er darf erst geklaut werden, wenn er sich in der Ortschaft befindet. 2. Maibaum-Klauen ist Tradition, ihn aber zu beschädigen ist nicht erlaubt. Das Zersägen eines fremden Baumes ist Frevel. Finger weg heißt es für die Diebe auch vom Maibaumschmuck und den Zunftzeichen.

3. Grundsätzlich aber gilt: Wer mit der Beute innerhalb der Gemeindegrenze ertappt wird, hat Pech gehabt. Der Maibaum muss dann wieder zurückgegeben werden. Auch wichtig: Ist der Baum erst aufgestellt, darf er nicht mehr entwendet werden.

4. Im digitalen Zeitalter nutzen die jungen Burschen häufig eine Videoüberwachung, um den Maibaum vor Dieben zu schützen. Es lässt sich darüber streiten, ob das zulässig ist. Findige Diebe finden trotzdem Wege, einen derart geschützten Baum zu mopsen.

5. Wem der Baum gestohlen wurde, muss sich ihn wieder beschaffen. Bier und Brotzeit gelten als Lösegeld. Erst wenn dieser Obolus bezahlt ist, wird der Maibaum wieder zurückgegeben.

6. Was passiert, wenn sich die Bestohlenen weigern, ihren Maibaum auszulösen? Dann darf der Baum auch zersägt werden. So weit kommt es in den meisten Fällen aber nicht. Schließlich geht es beim Maibaumstehlen und -auslösen ums Zusammenkommen und Gaudihaben. se

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