„Seit Kurzen sind in der Dorfschule Schulkinder aus der Ukraine angekommen“, brummte unser Freund, der Waschbär Waldemar. Wir Enten schauten ihn mit großen Augen an und Waldemar erzählte weiter: „Die Lehrer und Schüler geben sich die größte Mühe, um es den ukrainischen Kindern so leicht wie möglich zu machen, aber fast keiner aus dem Dorf und der Schule kann Ukrainisch.“ „Aber kann der Russischlehrer denn nicht übersetzen?“, fragte Ente Agnes ganz verzweifelt.
„Das ist gar nicht so leicht, ihr zwei“, schnattere ich los. „Es stimmt schon, dass die ukrainische und die russische Sprache sich ähnlich sind, aber in etwa so wie Niederländisch und Deutsch. Zwar gehören Russisch, Ukrainisch und Weißrussisch zu den ostslawischen Sprachen, doch man versteht nur einzelne Wortfetzen, aber so richtige Satzzusammenhänge eher nicht. Beide Sprachen nutzen das kyrillische Alphabet mit den 33 Buchstaben. Die Form und Bedeutung der einzelnen Buchstaben unterscheidet sich aber teilweise total. Manche Wörter, die äußerlich komplett identisch sind, haben im Ukrainischen eine andere Bedeutung als im Russischen. Auch gibt es Unterschiede in der Grammatik.“
Eure Paula