IN KÜRZE

Weidenbusch tritt nicht mehr an Anlaufstelle für Verschickungskinder

von Redaktion

Der CSU-Landtagsabgeordnete Ernst Weidenbusch (München Land Nord) will bei der Landtagswahl 2023 nicht mehr antreten. „Ich bin überzeugt, dass genau wie ich selbst vor 20 Jahren, nun eine jüngere Frau oder ein jüngerer Mann mit ihren Ideen die Chance bekommen sollen, diesen Stimmkreis und unser geliebtes Bayernland mit neuen Initiativen nach vorne zu bringen“, teilte er mit. Weidenbusch hatte zuletzt Aufsehen erregt mit seinem Ultimatum an CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer, binnen sechs Wochen sein Amt abzugeben – der Aufstand scheiterte zunächst.

Der Sozialausschuss im Landtag hat die Fortführung der Anlaufstelle für ehemalige Heimkinder beschlossen. Dort sollen künftig auch ehemalige Verschickungskinder Hilfe und Beratung erhalten. Von 1945 bis in die 1980er-Jahre wurden viele Kinder auf Kur in Heimen untergebracht. Einige von ihnen erlitten dabei Misshandlungen, Demütigungen und Erniedrigungen. Die SPD-Abgeordnete Doris Rauscher wirft den Fraktionen von CSU und FW bei der Unterstützung der Verschickungskinder eine Verzögerungs- und Ablenkungstaktik vor. Das sei des Themas unwürdig und gehe auf Kosten traumatisierter Betroffener.  mm

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