Augsburg – Die Reaktivierung einer vor mehr als 30 Jahren stillgelegten Bahnstrecke in Schwaben rückt näher. Für die Strecke zwischen Gessertshausen und Langenneufnach, die sogenannte Staudenbahn südwestlich von Augsburg, liegt nach Angaben des Landkreises eine positive Kosten-Nutzen-Untersuchung vor. „Das Gutachten offenbart, dass die Staudenbahn nicht nur ein verkehrsinfrastruktureller Gewinn wäre, sondern auch einen echten Mehrwert für die ganze Region hätte“, sagte Landrat Martin Sailer.
Die Strecke war ab den 80er-Jahren nach und nach stillgelegt worden. Ein Aktionsbündnis trommelt für den Wiederbeginn. Seit fast zwei Jahrzehnten fährt bereits eine private Bahngesellschaft auf der Staudenbahn. Bislang sind dies aber nur Wochenend- und Feiertagsfahrten.
Nun soll die Strecke für den täglichen Passagierverkehr fit gemacht und elektrifiziert werden. Die Kreistagsfraktionen lehnten den Betrieb von Dieseltriebwagen auch aus ökologischen Gründen ab, berichtete das Landratsamt. Die Elektrifizierung der Strecke könne mit bis zu 90 Prozent aus Bundesmitteln gefördert werden. In Bayern gibt es eine ganze Anzahl stillgelegter Bahnstrecken, deren Reaktivierung diskutiert wird, unter anderem auch die Fuchstalbahn Landsberg–Schongau. mm/lby