von Redaktion

Waschbär Waldemar und ich beobachteten einen älteren Herrn, der in der Nähe von uns auf einer überdachten Parkbank saß und sich mit einem Zündholz eine Pfeife ansteckte.

„Sag mal, Paula“, brummte der Waschbär: „Seit wann gibt es Zündhölzer?“

Ich überlegte kurz, ehe ich zu schnattern anfing: Die Vorfahren der heutigen Zweibeiner drehten einen Hartholzstab auf weichem Holz so lange, bis sich durch die Reibungswärme brennbares Material entzündete. Erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts entwickelten die Zweibeiner die ersten Schwefelhölzer. Das waren kleine Hölzer, die in Schwefel getaucht und über ein Papier, das Phosphor enthielt, gestrichen wurden. „Nach den Schwefelhölzern“, schnattere ich weiter, „erfanden die Zweibeiner Tunkhölzer. Sie tunkten Hölzer in einer Mischung aus Gummi, Schwefel und Zucker und entzündeten diese durch Schwefelsäure. Heute unterscheiden die Menschen zwischen Sicherheitszündhölzern und Überallzündhölzern. Bei uns werden ausschließlich Sicherheitszündhölzer hergestellt. Der Zündholzkopf besteht aus einer Mischung aus Schwefel, Leim, Paraffin und andere Stoffen, die an einer Reibefläche aus Phosphor und Glaspulver entzündet wird. Eure Paula

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