Gestern habe ich mit meinen Entenfreundinnen Agnes und Klara die Biberin Frau Dr. Berta Raspelzahn in ihrer Biberburg besucht. Wir waren dort nämlich zum Ostereier-Bemalen mit ihr verabredet. Schon auf dem Weg dorthin hatte Agnes uns geschnattert, dass das Ei im Christentum ein Symbol für die Auferstehung Jesu Christi darstellt. Von außen wirkt es kalt und tot, doch aus seinem Inneren erwächst neues Leben. Auf Klaras Frage, warum zu Ostern alle Zweibeiner so versessen auf Eier sind, erklärte die gelehrte Biberin: „Das hängt unter anderem damit zusammen, dass nach christlichem Brauch vor Ostern 40 Tage lang gefastet wird. Und zu den verbotenen Lebensmitteln in dieser Zeit gehörten früher alle tierischen Produkte, also neben Fleisch, Butter und Milch auch Eier. So freute man sich auf den Ostersonntag als Ende der Fastenzeit. Und wisst ihr, warum man die Eier hart kocht?“ „Das macht sie länger haltbar“, quakte ich. Wir rätselten, warum Eier bunt bemalt werden. Agnes hatte eine schönere Erklärung parat. „Die Tradition, Eier zu bemalen, ist vermutlich heidnischen Ursprungs. Um die Frühlingsgöttin Ostara zu ehren, wurden Eier verschenkt und zu diesem Zweck schön verziert.“
Eure Paula