Stiche in der Altstadt: Zwei Verletzte

von Redaktion

München – Schon wieder! Erneut ist mitten in der Altstadt die Gewalt eskaliert. Und wieder gingen Menschen mit Stichwaffen aufeinander los. Nach Angaben der Polizei wurden bei einer Messer-Attacke, zu der es um 14.40 Uhr in der Sendlinger Straße gekommen ist, zwei Personen verletzt. Die Hintergründe der Geschehnisse sind noch unklar.

Der Großeinsatz der Polizei wurde ausgelöst, nachdem eine Frau blutverschmiert aus dem Haus mit der Nummer 18 gerannt war. Bei sich hatte sie ein Messer. Augenzeugen riefen daraufhin die Polizei. Wie es aus dem Präsidium heißt, wurde bei der Messerstecherei auch ein Mann verletzt. Das mutmaßliche Alter der Beteiligten – sie 27, er 45 Jahre alt – bestätigten die Beamten vorerst nicht. Ob der Mann der Angreifer war oder das Opfer, ließ sich kurz nach der Bluttat noch nicht sagen. Der Bereich vor dem Tatort wurde abgesperrt. Passanten sahen Beamte in Schutzausrüstung, etwa in einem Kettenhemd. Zudem waren sie schwer bewaffnet. Auf dem Bürgersteig: Blutflecken! Bilder, die an diesem sonnigen Nachmittag auf der Flaniermeile schockierten.

Es handelte sich bereits um den vierten Angriff mit Stichwaffen in München in etwas mehr als einem Monat. Erst am 10. April wurde ein Somalier (25) am Stachus nach einer Auseinandersetzung von einem Unbekannten erstochen. In der Woche zuvor lief ein Streit zwischen zwei rumänischen Großfamilien in der Maximilianstraße völlig aus dem Ruder. Bei der Massenschlägerei auf der Nobelmeile gingen die Männer mit Macheten und Messern aufeinander los. Drei Beteiligte sitzen in Untersuchungshaft.

Genauso wie ein Iraker (16), der für den Tod eines Landsmanns verantwortlich sein soll. Am 14. März starb der erst 18-jährige Iraker bei einem Streit am Korbinianplatz in Milbertshofen. Er wurde erstochen. NADJA HOFFMANN

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