München – Ermittlungen der Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) haben in den vergangenen drei Jahren zu mehr als 80 Festnahmen geführt. Zehn Menschen seien bereits verurteilt worden, sagte der Bamberger Staatsanwalt Nino Goldbeck. Wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges wurden Gesamtfreiheitsstrafen zwischen zwei Jahren und knapp sieben Jahren verhängt. Eine Reihe weiterer Verfahren sei noch nicht abgeschlossen.
Cybertrading hat laut Justizministers Georg Eisenreich (CSU) seit 2017 im Freistaat zu einem Schaden von rund 250 Millionen Euro geführt –in ganz Deutschland dürfte der Verlust laut den Ermittlern jährlich im Milliardenbereich liegen. „Die Digitalisierung bietet große Chancen“, sagte Eisenreich. „Leider nutzen Kriminelle diese Chancen auch.“ Insgesamt sind seinen Angaben zufolge bei der ZCB derzeit Verfahren gegen mehr als 900 Plattformen anhängig.
Die ZCB war vor drei Jahren bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg gegründet worden, um Fälle von Internetkriminalität und Cybertrading ins Visier zu nehmen. Bei deser Masche locken Onlineplattformen mit angeblich hohen Gewinnen. Die psychologisch geschulten Täter arbeiten in vielen Staaten. lby