von Redaktion

Gestern haben Agnes und ich uns mit Hofhund Bello getroffen. „Wo ist Kater Fritzi, wolltest du ihn nicht mitbringen?“, fragte ich Bello, als er allein zu uns an den See getapst kam. „Ach“, bellte unser Freund zurück, „der ist eingeschnappt, weil ihr ihn angeblich nicht eingeladen habt. Jetzt spielt er die beleidigte Leberwurst.“

Darüber musste ich herzhaft lachen. „Das sagt man so“, kläffte Bello und Agnes schnatterte: „Die beleidigte Leberwurst ist eine Redensart, mit der jemand verspottet wird, der schmollt.“

„Wie kommt man denn auf so einen lustigen Spruch?“, schnatterte ich kopfschüttelnd. „Das kommt daher“, quakte Agnes, „dass die Gelehrten im Mittelalter davon ausgingen, dass alle Gefühle des Menschen in der Leber produziert werden. Egal ob Trauer, Liebe oder Zorn – für alles sollte diese eine Stelle im Körper verantwortlich sein. Den gleichen Hintergrund hat auch die Redensart, etwas frei von der Leber weg zu sagen. Das soll bedeuten, dass jemand offen, freimütig und rückhaltlos spricht. Und dann gibt es noch die Laus, die jemandem über die Leber gelaufen ist. Hier sorgt ein nichtiger Anlass, eine kleine Laus, für Verärgerung. Oder eben für eine beleidigte Leber.“

Eure Paula

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