Deggendorf – Mit einem Motorrad und einem Sportwagen rasen zwei Männer im Bayerischen Wald eine Bergstrecke entlang, das illegale Straßenrennen im Juli 2018 endet tödlich. Der Sportwagen kracht gegen einen Oldtimer. Dessen Fahrer ist sofort tot, sein heute 13-jähriger Sohn ist seit dem Unfall schwerbehindert. Die Raser werden im November 2019 zu je fünf Jahren Haft verurteilt. Das Urteil gegen den Motorradfahrer hat der Bundesgerichtshof (BGH) jüngst zu dessen Gunsten abgeändert und teilweise aufgehoben. Am Mittwoch musste sich der Mann erneut einem Verfahren stellen.
Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten die Urteile des ersten Prozesses zwar akzeptiert. Die Nebenklage ging aber in Revision und strebte eine Änderung des Urteils gegen den Motorradfahrer zu dessen Ungunsten an – nämlich eine Verurteilung wegen eines vorsätzlichen Tötungsdeliktes. lby