Herrsching – Nach einem Bootsunfall im Ammersee suchten Polizei und Rettungskräfte am späten Sonntagnachmittag mit einem Großaufgebot nach einem Vermissten. Badegäste hatten am Sonntag in der Herrschinger Bucht am Ostufer des Sees (Landkreis Starnberg) einen bewusstlosen Mann auf einem Tretboot gesehen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der 27-Jährige wurde am Nachmittag ins Krankenhaus gebracht. Es handelt sich um einen Rumänen, der das Tretboot ausgeliehen hatte. Laut Polizei war er wohl stark alkoholisiert.
Später stellte sich heraus, dass auf dem Boot noch ein weiterer Mann gewesen war. Am Spätnachmittag gegen 17 Uhr begannen Wasserwacht, Rettungsdienst, Feuerwehr und ein Polizeihubschrauber mit der Suche nach dem vermissten 59-jährigen Moldawier. Am Montag ging die Suche weiter – ohne Erfolg. Der Ammersee hat aktuell eine Temperatur von maximal 11,5 Grad.
Was sich auf dem Boot abgespielt hatte, war gestern noch völlig unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Die Wasserwacht meldete, dass am Sonntag acht Boote, Taucher und Hubschrauber sowie Drohnen im Einsatz waren. Mit den Wasserwachtbooten bildeten die Retter eine Suchkette. lby/grä