Völlig fasziniert beobachtete ich mit meiner Entenfreundin Agnes in der Wiese vor uns einen fliegenden dicken Brummer. Der Maikäfer flog brummend zu einem Baum und fraß ein wenig an den Blättern. „Typisch Maikäfer, die meiste Zeit des Tages verbringen sie mit Fressen, sie fliegen nur, wenn es wirklich nötig ist“, schnatterte Agnes und schnappte nach dem Käfer.
Dann ließ sie ihn aber doch weiterfliegen. Ich schnabulierte ein paar Grashalme und quakte: „Was frisst denn der Maikäfer eigentlich?“ Agnes schnatterte: „Sie lieben Blätter von Bäumen wie Buchen und Eichen. Aber auch Blätter von Obstbäumen und Weinreben stehen auf ihrem Speiseplan, was viele Bauern, Förster und Waldbesitzer natürlich ärgert. Für die Natur, also für die Bäume, sind die vielen Tiere jedoch gar kein Problem. Die Menschen dagegen haben früher sogar Gift gegen die Käfer versprüht. Neben den Maikäfern starben daran auch viele Vögel, Schmetterlinge und Fledermäuse. Deshalb war in den 70er-Jahren der Maikäfer fast ausgerottet und das Gift wurde dann endlich verboten. Heutzutage gehen Wissenschaftler davon aus, dass die Natur sich von selbst reguliert und man Maikäfer nicht bekämpfen muss.“ Eure Paula