Gestern Abend bei einem wunderschönen frühlingshaften Sonnenuntergang sah ich meine Hummel-Freundin Elke am Rande des Sees zwischen den blühenden Narzissen herum summen. Als ich sie dabei beobachtete, stellte ich verwundert fest, dass ihre fleißigen Flügelchen im Vergleich zu ihrem runden, flauschigen Körper sehr klein waren. Da fragte ich sie verdutzt, wie sie mit diesen Proportionen überhaupt fliegen konnte.
„Das bin ich schon oft gefragt worden“, brummte meine Hummel-Freundin. „Lange Zeit wusste niemand, warum wir Hummeln trotz unserer kleinen Flügel fliegen können. Dieses Problem haben Wissenschaftler schon in den 1930er-Jahren erforscht, aber erst 1996 konnte es endgültig gelöst werden“, summte sie und ließ sich auf einer Blüte nieder.
. „Es ist so, dass ich meine Flügel unheimlich schnell bewegen kann – bis zu 200-mal pro Sekunde. Das sieht man nur mit einer Superzeitlupenkamera“, erklärte Elke stolz. „Indem ich meine kleinen Flügelchen kreisförmig schlage, erzeuge ich einen Luftwirbel, der mich nach oben drückt.“ „Wie ein Tornado?“, fragte ich beeindruckt. „Ja, genau“, entgegnete sie. „Man nennt es sogar den Tornado-Effekt.“ „Das ist ja spitze!“, quakte ich. Eure Paula