München – Die neue Initiative „Debt for Climate! – Schuldenerlass fürs Klima“ will den Kampf für soziale Gerechtigkeit mit der Klimabewegung verknüpfen. Erste Aktionen sind rund um den G7-Gipfel Ende Juni geplant. Man wolle weltweit Menschen mobilisieren, sagte der argentinische Aktivist Esteban Servat gestern in München. Die Industriestaaten hätten ökologische Schulden bei den Ländern auf der Südhalbkugel. Servat verwies auf riesige Umweltschäden etwa durch Fracking, bei dem Gas oder Öl mit Hilfe von Druck und Chemikalien aus Gesteinsschichten herausgeholt wird. Im Ausgleich sollten die reichen Nationen den armen Ländern ihre Schulden erlassen, damit diese es sich leisten könnten, auf den Abbau von Rohstoffen zu verzichten. Vertreter führender Industrienationen treffen sich vom 26. bis 28. Juni auf Schloss Elmau im Kreis Garmisch-Partenkirchen. Bereits am Vortag ist eine Demo in München mit Tausenden Teilnehmern geplant, einen Tag später dann in Garmisch-Partenkirchen. Auch hier soll es um das Anliegen der Graswurzel-Bewegung „Debt for Climate!“ gehen, die die Gewerkschaften für ihre Idee begeistern will. lby