von Redaktion

Gestern habe ich große Augen gemacht. Ich war gerade auf dem Weg zu Klara, da traf ich Waschbär Waldemar. Mit gestriegeltem Pelz und geputzten Zähnen, sogar eine Krawatte hatte sich mein Waschbär-Freund umgebunden. „Nanu“, rief ich, „wieso bist du denn so schick?“ – Waldemar druckste ein bisschen rum, dann gab er zu: „Ich habe gestern in der Stadt mit einer hübschen Waschbär-Dame geredet, die treffe ich heute wieder.“

„Und woher hast du die Krawatte?“, quakte ich ganz interessiert. Waldemar gab schmunzelnd zu: „Die habe ich von einer Wäscheleine in der Stadt stibitzt. Die männlichen erwachsenen Zweibeiner tragen das immer, wenn sie schick sein wollen.“

Wieso nur? In der großen Biber-Büchersammlung fanden wir einen Band über Mode. Dort stand, dass ein Autor vermutet, dass früher, vor 400 Jahren, wohl einige der Soldaten Halsbänder trugen. Zum Schutz im Kampf, aber auch, um an der Farbe erkennen zu können, wer zum eigenen Team gehört. Die Franzosen haben sich den Trick mit den Halsbändern von den kroatischen Soldaten abgeguckt – so wurde der Name für das Halstuch „Cravat“ von dem französischen Wort für Kroaten, „la croate“ abgeleitet. Eure Paula

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