Inzidenzen steigen wieder

von Redaktion

RKI warnt vor Subvarianten und steigenden Infektionszahlen

München – Im Zuge der Ausbreitung weiterer Omikron-Subtypen ist laut Robert Koch-Institut eine erneute Zunahme der Corona-Ansteckungen in Deutschland möglich. Erwartet wird, dass sich die Subvarianten BA.4 und BA.5 stärker verbreiten, „sodass es auch insgesamt zu einem Anstieg der Infektionszahlen und einem erneut verstärkten Infektionsdruck auf vulnerable Personengruppen schon im Sommer kommen kann“, warnte das RKI in seinem Wochenbericht. Saisonale Effekte – die das Virus eigentlich ein Stück weit ausbremsen – könnten die Verbreitung dieser Varianten nicht kompensieren, wenn Verhaltensregeln nicht mehr beachtet werden.

BA.5 ist laut Bericht bei Untersuchungen von vorletzter Woche in jeder zehnten Probe gefunden worden – damit setzte sich die Verdopplung von Woche zu Woche fort. Der Anteil von BA.4 wird mit 2,1 Prozent angegeben, auch dies ungefähr eine Verdopplung zu früheren Werten. Die Angaben basieren auf einer Stichprobe, es werden nicht alle positiven Fälle auf Varianten untersucht. Fachleuten zufolge spielt bei dem Vorteil, den etwa BA.5 im Vergleich zu den bisherigen Omikron-Sublinien hat, sogenannte Immunflucht eine Rolle. Damit ist gemeint, dass sich das Viruserbgut verändert hat, sodass es Antikörpern von Geimpften und Genesenen besser entkommt.

Die gute Nachricht: Auch wenn es nach Berichten aus Portugal Sorgen vor einer wieder wachsenden Krankheitsschwere gibt, sieht das RKI dafür bisher keine Belege. Die bisherigen Daten ließen nicht darauf schließen, dass Infektionen mit BA.4 oder BA.5 schwerere Krankheitsverläufe oder anteilig mehr Todesfälle verursachten.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erstmals seit Mitte März wieder angestiegen (29 Prozent). Auch in Bayern liegt die Inzidenz erstmals wieder über 300. Mit 309 liegt sie knapp unter dem deutschlandweiten Wert von 319. Auf die Lage in den Krankenhäusern haben die leicht steigenden Zahlen bisher keine Auswirkung.  dpa

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