München – Die Grünen im Landtag sind mit dem Versuch gescheitert, die 3. Startbahn endgültig zu beerdigen. Ihre Forderung, sie auch als Landesziel aus dem Landesentwicklungsprogramm (LEP) zu streichen, wurde am Mittwochabend im Landtag mit 43:93 Stimmen abgelehnt. Grüne und SPD waren für den Antrag, die anderen Parteien dagegen. Besonderheit allerdings: Mit dem Freisinger Benno Zierer stimmte auch ein Mitglied der Freien Wähler mit der Opposition. Auch ein Regierungsmitglied schloss sich in namentlicher Abstimmung dem Grünen-Vorstoß an: Staatskanzlei-Minister Florian Herrmann (CSU), der in Freising wohnt, votierte ebenso gegen die Flugpiste.
Die Region stehe vereint gegen dieses Mega-Projekt, erklärte Zierer in einer Pressemitteilung. Dabei rekapitulierte er noch einmal 15 Jahre Startbahn-Widerstand. Ohne den Bürgerentscheid in München wäre die Startbahn heute vielleicht schon gebaut. Aber auch die Freien Wähler hätten sich erfolgreich gegen das Vorhaben gestemmt und im Koalitionsvertrag 2018 eine Umwandlung des Flughafens in eine AG verhindert. „Wir Freien Wähler bleiben wachsam und arbeiten dafür, dass es in Bayern keine politische Mehrheit für einen Ausbau des Flughafens gibt.“
Für die Grünen legte sich der Freisinger Abgeordnete Johannes Becher gegen die Startbahn ins Zeug. Die Bürger hätten „endlich Planungssicherheit“ verdient, sagte er. Dass die Flugpiste immer noch im LEP stehe, sei ein „Hintertürchen“, das geschlossen werden müsse. dw