Gendorf – Beim Austritt von Chlorgas im Chemiepark Gendorf in Burgkirchen an der Alz (Landkreis Altötting) sind am Dienstag 51 Mitarbeiter leicht verletzt worden. Sie seien wegen Reizungen in den Atemwegen behandelt worden – oft aber auch nur vorsorglich, teilte der Betreiber nach dem Vorfall mit. Unklar blieben zunächst die Ursache des Vorfalls und die Menge des ausgetretenen Gases. Ein weiterer Austritt sei von der Werksfeuerwehr innerhalb kürzester Zeit gestoppt worden.
Gefahr für Bevölkerung und Umwelt bestand nach Angaben des Chemieparks zu keiner Zeit. „Die sofort durchgeführten Messungen des Gendorfer Umweltschutzteams rund um den Chemiepark ergaben keine nachweisbaren Mengen gesundheitsschädlicher Stoffe.“ Die zuständigen Behörden seien informiert und für Untersuchungen vor Ort.
Der Chemiepark Gendorf liegt im sogenannten Bayerischen Chemiedreieck. Er ist nach eigenen Angaben der größte Chemiepark Bayerns mit rund 4000 Mitarbeitern. Chlor ist ein flüchtiger Stoff mit stechendem Geruch, der Reizungen der Atemwege, der Augen und der Haut verursachen kann. lby/mm