von Redaktion

Gestern war ich ungewöhnlich früh auf den Watschelfüßen: Ich entdeckte Waschbär Waldemar am gegenüberliegenden Ufer. Ich quakte laut. Waldemar reagierte nicht auf mein Rufen. Er stand vor einer Leinwand, in einer Pfote hielt er einen Pinsel. Agnes wachte auch auf und wollte wissen, was los ist. „Warum hört er mich nicht?“, quakte ich. Die kluge Agnes wusste, warum. „Er ist im Flow“, quakte sie. Ich hatte das Wort noch nie gehört. Agnes schnatterte: „Erfunden hat diese Bezeichnung Mihaly Csikszentmihalyi, leider ist er im vergangenen Jahr mit 87 Jahren gestorben. Er war ein Psychologieprofessor und er wurde weltberühmt mit seiner Glücks- und Motivations-Forschung. In Interviews mit kreativen Menschen aus unterschiedlichsten Berufen fand er heraus, dass sie alle etwas gemeinsam haben. Sie geraten häufig in einen Zustand höchsten Glücksgefühls, bei welchem sie alles um sich herum vergessen und völlig in ihrer Tätigkeit aufgehen. Csikszentmihalyi nannte das Flow, auf Deutsch heißt das so viel wie Fließen.“

Eure Paula

Artikel 2 von 11