Vor Kurzem haben Klara und ich die Nachbarin von Waldkauz Ulrich mit ihrem flauschigen Nachwuchs besucht. Später wollte Klara wissen, ob im Tierreich immer nur die Weibchen für die Aufzucht der Jungen zuständig sind. „Nicht immer“, schnatterte ich. „Bei Pinguinen sind beide Eltern für die Aufzucht der Jungen zuständig.“
Agnes quakte: „Es gibt eine Reihe von Tieren, bei denen die Männchen für die Brut und die Versorgung der Jungtiere zuständig sind. Bei Riesenwanzen zum Beispiel legt das Weibchen ihre Eier auf dem Rücken des Männchens ab, das sich um die Brut kümmert, bis die Jungen schlüpfen. Danach macht es sich aus dem Staub und überlässt die Brutpflege dem Männchen. Beim Dreistacheligen Stichling, einem Küstenfisch, bauen die Väter ein Nest und verteidigen es gegen Fressfeinde. Sie stehlen sogar befruchtete Eier von anderen Männchen und beschützen diese dann. Und kennt ihr Nandus? Das sind flugunfähige Vögel aus Südamerika. Da bauen die Männchen das Nest, brüten die Eier aus und beschützen die Küken während der ersten sechs Monate. Sie lassen dabei nicht einmal weibliche Nandus in die Nähe des Nachwuchses – ganz zu schweigen von anderen Tieren.“ Eure Paula