München – Das Bienen-Volksbegehren ist seit drei Jahren beschlossen – aber sind die Bienen gerettet? Die Staatsregierung legt kurz vor dem Stichtag eine Erfolgsbilanz vor, die Initiatoren sind deutlich skeptischer. Und es geht ja nicht nur um Bienen.
80 Prozent der 140 Arbeitsaufträge für den Artenschutz seien erledigt, sagen die Minister für Umwelt und für Agrar, Thorsten Glauber (FW) und Michaela Kaniber (CSU). „Unsere Land- und Forstwirte setzen das mit viel Engagement um und bringen den Artenschutz messbar voran“, sagt Kaniber. Bayern sei unter anderem führend im Öko-Landbau. Die Staatsregierung feiert sich insbesondere für den Biotopverbund. Das Zwischenziel für 2023, rund 10 Prozent des Offenlandes zu integrieren, sei schon erreicht. Die Fläche im Vertragsnaturschutz sei von 90 000 (im Jahr 2018) auf 140 000 Hektar gestiegen, Ziel: 180 000. Auch der Vertragsnaturschutz im Wald wachse, aktuell auf drei Prozent des Privat- und Körperschaftswaldes. Ziel: sechs Prozent. Der ökologische Landbau sei verstärkt in die Landwirtschafts-Lehrpläne aufgenommen.
Das Volksbegehren, initiiert unter anderem von ÖDP, Grünen, Bund Naturschutz und Landesbund für Vogelschutz, war 2019 haushoch durchgegangen und wurde vom Landtag mit einem Begleitgesetz übernommen. Die ÖDP kritisiert die vorgezogene Zwischenbilanz der Minister und will erst am 15. Juli einen Monitoring-Bericht vorlegen. Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann sagt, die Minister blieben vage und legten kaum Details vor. cd