Den Namen Johannes Gutenberg kenne ich und weiß, dass er der Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, also Buchstaben, ist. Dieses Verfahren entwickelte er um 1440 in Mainz und gilt damit als einer der bedeutendsten Erfinder der Menschheit. Denn dank seiner Idee konnte man Bücher mit einem Mal schnell, günstig und massenhaft produzieren. „Wusstet ihr eigentlich, dass Johannes Gutenberg gar nicht der Erste war, der den Einfall mit den beweglichen Lettern hatte?“, fragte Berta Raspelzahn.
„Natürlich!“, quakte Agnes und plusterte sich auf. „Ein Chinese namens Bi Sheng ersann dazu ein Verfahren im Jahr 1041, also bereits Jahrhunderte vor Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg. Während im mittelalterlichen Europa nur sehr wenige Zweibeiner lesen und schreiben konnten, blickten die Chinesen da schon auf eine lange literarische Tradition zurück. Bereits in den ersten Jahrhunderten nach Christus verfügten sie über Methoden, um Schriften mit einer aufwendigen Holzschnitt-Technik zu vervielfältigen: Für jede Seite stellten sie eine Vorlage her, wie beim Drucken von Bildern. Bi Sheng fertigte Zeichenstempel aus Stein an, mit denen sich jeder Text setzen ließ.“
Eure Paula