von Redaktion

„Wisst ihr eigentlich“, krächzte unser Waldkauzfreund los, „dass sich Tintenfische tagsüber im Meeresboden vergraben?“ Wir beide schüttelten unsere Köpfe und Ulrich kauzte triumphierend: „Erst in der Nacht kriechen sie ganz hungrig aus ihren Verstecken im Sand, um in der Dunkelheit Krebse und Schnecken zu jagen.“ „Aber wie finden sie denn im Dunkeln überhaupt dann ihre Beute?“, brummte Waldemar. „Ganz einfach“, krächzte Ulrich vergnügt: „Praktischerweise haben Tintenfische eine eigene Taschenlampe, die sich auf ihrer Körperunterseite befindet.“ „Du scherzt doch“, schnatterte ich.

Ulrich aber ließ sich nicht beirren: „Nein, ich scherze nicht!“, kauzte er und erzählte munter weiter: „Sein Licht funktioniert natürlich nicht mit elektrischem Strom. Sondern, ähnlich wie bei den Glühwürmchen, leuchtet die Tintenfisch-Taschenlampe durch winzige Leuchtbakterien. Und diese winzigen Bakterien sind von kleinen reflektierenden Plättchen umgeben, die das erzeugte Licht nach unten auf dem Meeresboden werfen. Außerdem haben die Tintenfische dank ihrer leuchtenden Unterseite eine perfekte Tarnung, denn sie werfen keinen Schatten auf den Meeresgrund.“

Eure Paula

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