Licht aus: An Bayerns bekanntesten Attraktionen

von Redaktion

Beleuchtung wird abgestellt

München/Nürnberg – Viele Sehenswürdigkeiten in den bayerischen Städten und Regionen werden abends und nachts bereits aus Energiespar-Gründen nicht mehr beleuchtet – etliche weitere sollen in den kommenden Tagen und Wochen folgen. In der Landeshauptstadt München etwa gibt es ein Energiespar-Paket. Zu diesem zählt auch, dass die Außenbeleuchtung historischer Gebäude, wie etwa des Rathauses am Marienplatz, entfällt. Bislang wurden diese Gebäude bis 23 Uhr angestrahlt.

In Fürth sollen im Winterhalbjahr die öffentlichen Flächen wie Gebäude, Plätze und Fassade nur noch bis 21 Uhr statt bis 23 Uhr beleuchtet werden, in Augsburg wurde bereits die abendliche Beleuchtung von Gebäuden wie dem Rathaus oder dem Perlachturm vollständig ausgeschaltet. In Ingolstadt ist seit dem 18. Juli vieles dunkler als sonst – darunter auch Baudenkmäler wie das Neue Schloss oder das Liebfrauenmünster, teilte die Stadt auf Anfrage mit.

In Bamberg wird unter anderem der Dom seit 15. Juli aus Energiespargründen nicht mehr von außen beleuchtet. In Nürnberg ist seit 19. Juli die Beleuchtung der großen evangelischen Innenstadtkirchen St. Lorenz und St. Sebald abgestellt. Im Dunkeln stehen seither auch das Albrecht-Dürer-Denkmal, das Ehekarussell, der Henkersteg, das Rathaus, das Opernhaus, der Schöne Brunnen – sowie bereits seit dem vergangenen Wochenende – die weltbekannten Nürnberger Kaiserburg, wie die Stadt mitteilte.

In Regensburg und Erlangen wollen die Stadträte dieser Tage über ähnliche Maßnahmen beraten und beschließen. In Erlangen beträfe dies die Altstädter Dreifaltigkeitskirche am Martin-Luther-Platz oder das Markgräfliche Schloss. Auch in Regensburg soll die Beleuchtung mehrerer historischer Gebäude abgestellt werden, etwa am Alten Rathaus, am Theater oder am Bismarckplatz. In Würzburg sei man noch dabei, „verkehrssicherheitsrechtliche Punkte“ zu klären, ehe man Beleuchtungen abschalte.

Viele der katholischen Erzbistümer und Bistümer teilten mit, man sei für die Außenbeleuchtung der großen stadtbildprägenden Kirchen in der Regel nicht zuständig – sei aber offen für Sparmaßnahmen. Ähnlich äußerte sich auch der Sprecher der bayerischen evangelischen Landeskirche. Man empfehle in der aktuellen Situation „von einer Bestrahlung“ von Gebäuden abzusehen.  epd

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