Nach dem aufsehenerregenden Gutachten über sexuelle Gewalt im katholischen Erzbistum München und Freising will die Diözese die Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige verstärken. Eine neue Stabsstelle, die auch seelsorgerische Begleitung anbietet, soll dauerhaft eingerichtet werden. Dafür hat das Bistum den Angaben zufolge neue Personalstellen geschaffen. Sie ist direkt beim Generalvikar angesiedelt. Wie die Erzdiözese Ende Juli mitteilte, haben sich rund ein halbes Jahr nach der Präsentation des Gutachtens 48 weitere mutmaßliche Betroffene gemeldet. Das Gutachten ging bisher von mindestens 497 Opfern aus, gleichzeitig aber auch von einem großen Dunkelfeld an Betroffenen.
Bei einer Kollision mit einem Auto hat ein 28-Jähriger in Landsberg am Lech tödliche Verletzungen erlitten. Eine 58-jährige Landsbergerin hatte den Mann, der aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck stammt, beim Abbiegen übersehen. Beim Aufprall war der Rennradfahrer durch die Luft geschleudert worden und auf dem Asphalt aufgeprallt. Der Rettungshubschrauber brachte ihn in ein Unfallklinikum, in dem er Mittwochfrüh starb.
Eine 76-jährige Starnbergerin ist das Opfer von Betrügern geworden, die sich am Telefon bei mehreren Gesprächen als Polizeibeamte ausgegeben hatten. Sie erklärten der Frau, dass in der Nachbarschaft eine Einbrecherbande gefasst worden sei. Ihre Adresse wäre auf einer Liste gefunden worden, weshalb ihre Vermögenswerte nun überprüft werden müssten. Im Verlauf der Telefonate entnahm die Seniorin Goldmünzen und Schmuck in niedrigem sechsstelligen Wert aus ihrem Bankschließfach und deponierte die Wertgegenstände in zwei Plastiktüten vor ihrem Wohnhaus. Dort wurden die Wertsachen von einer bislang unbekannten Frau, die relativ klein und zwischen 20 und 30 Jahre alt gewesen sein soll, abgeholt.
Das Lagebild Rechtsextremismus 2021 der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen nennt Cemal Bozoglu, Sprecher für Strategien gegen Rechtsextremismus, „schockierend und besorgniserregend“. Allein 510 antisemitische Straftaten gab es 2021 in Bayern. Das ist ein neuer Höchststand. Mehr als 90 Prozent der Taten werden dem rechten Milieu zugeordnet. Die Zahl der homo- oder transphoben Verbrechen hat sich mit 71 fast verdoppelt (2020: 37). Politiker waren sogar 1575 Mal von Straf- und Gewalttaten betroffen (2020: 703). Und allein 229 Delikte gehen auf das Konto der sogenannten Reichsbürger. „Die Söder-Regierung hat bei diesem Thema schon viel zu lange Scheuklappen auf. Sie muss die Gefahr durch rechtsextreme Gewalt in Bayern jetzt endlich grundlegend neu bewerten“, sagt Bozoglu.