Garmisch-Partenkirchen – Im Königshaus am Schachen hat König Ludwig II. seine Geburtstage verbracht. Heute würde der Märchenkönig 177 Jahre alt. Und so findet eben dort auf 1800 Metern Höhe auch heuer wieder die traditionelle Bergmesse zu seinen Ehren statt.
Das besondere Refugium mitten im Wetterstein-Massiv unweit von Garmisch-Partenkirchen hat aber auch selbst Grund zum Feiern: „Das Königshaus feiert 150. Jubiläum“, sagt Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU). „Es ist nicht nur wegen der einzigartigen Details, sondern auch wegen der atemberaubenden Aussicht ein beeindruckendes Kleinod. König Ludwig II. entschied sich für seine Errichtung, weil er von diesem Ort aus gleich mehrere seiner bevorzugten Zufluchtsorte sehen konnte.“
Anders als bei seinem Vater Max II. war das Gebäude nicht für die Jagd bestimmt, die Ludwig II. strikt ablehnte. Das Haus sollte dem König dazu dienen, das Hochgebirge mit allem Komfort genießen zu können.
1870 wurde am Schachen mit dem Bau des Königshauses, einem Holzhaus im Schweizer Chalet-Stil, begonnen. Noch im selben Jahr hätte sich König Ludwig II. über die Fertigstellung freuen können, war aber insbesondere mit dem Türkischen Saal nicht zufrieden. Das Obergeschoss wurde daher erweitert. Außen musste eine Balkenkonstruktion angebracht werden, auf der der größere Raum aufliegen konnte. Erst 1872 war das Königshaus dann wunschgemäß fertig. Diener mussten orientalische Kleidung anziehen. Fortan verbrachte der bayerische König hier seine Geburtstage.
Die traditionelle Bergmesse der Partenkirchner Pfarrei Maria Himmelfahrt findet um 11 Uhr bei jeder Witterung statt.