BRAUCHTUM

von Redaktion

Wenn das Münchner Kindl in Gestalt einer jungen Frau in stilisierter Kutte hoch zu Ross einen Masskrug schwenkend mit den Wirten zum Oktoberfest zieht, denkt man nicht an den Mönch des Münchner Stadtwappens. Das erste überlieferte Stadtsiegel mit einem Mönch stammt aus dem Jahre 1239. Der Stadtmönch im mittelalterlichen Dreiecksschild verjüngte sich allmählich zum Kind, In den 1920er-Jahren kam es sogar zu einer Geschlechtsumwandlung: vom Buben zum Mädchen und dann zum „Münchner Kindl“. Ob es Benediktiner vom Kloster Tegernsee oder Mönche aus dem Kloster Schäftlarn waren, die „Munichen“ den Namen gaben, ist historisch nicht gesichert. 1875 genehmigte König Ludwig I. seiner Residenzstadt das von Kaiser Ludwig dem Bayer 1304 verliehene Wappen mit der Mönchsfigur.

Bauern- und Wetterregeln

Am Septemberregen ist dem Bauern viel gelegen. Ist der September lind, ist der Winter ein Kind.

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