Münchner Seniorin in der S-Bahn eingeklemmt

von Redaktion

Frau wurde mitgeschleift, dabei aber nur leicht verletzt

München – Dieser Unfall hätte tödlich enden können: Am Freitag blieb eine Münchner Rentnerin mit der Hand in einer S-Bahn-Tür stecken. Bevor sie sich befreien konnte, fuhr der Zug los. Der Zugführer bemerkte die missliche Lage nicht. Zum Glück löste sich die Hand der 86-Jährigen noch aus der Tür. Die Seniorin verletzte sich laut Bundespolizei nur leicht.

Gegen 16.15 Uhr wollte die Seniorin in eine bereits eingefahrene S3 einsteigen. Der Zug war jedoch schon bereit für die Abfahrt und die Türen schlossen sich. Die Rentnerin griff dennoch mit ihrer Hand in den Türspalt, um die Lichtschranke auszulösen – doch die Türen schlossen sich und die 86-Jährige aus der Maxvorstadt steckte fest. Langsam begann der Zug anzufahren. Passanten erkannten die Gefahr und versuchten sich durch Trommeln am Zug und Rufe bemerkbar zu machen. Die Rentnerin musste derweil mit dem Zug mitlaufen, was ihr zunächst gelang, doch dann stürzte sie.

Dann wurde auch der Zugführer auf den Unfall aufmerksam und leitete eine Schnellbremsung ein. Noch bevor der Zug hielt, löste sich die Hand der Frau aus der Tür. Laut Bundespolizei hatte die Seniorin einen „Schutzengel“. Sie zog sich zwar eine Platzwunde zu, blieb ansonsten aber unverletzt. Mitarbeiter der DB Sicherheit kümmerten sich bis zum Eintreffen von Rettungskräften um die Frau. Nach ersten Ermittlungen soll der 50-jährige Zugführer den Vorfall nicht sofort bemerkt haben. ANDREAS THIEME

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