Kochel am See – Auf dem Kochelsee hat sich am Samstag ein Ölfilm ausgebreitet. Nach derzeitigem Ermittlungsstand handelt es sich um Heizöl aus dem Trimini. „Man hat die Schlieren gesehen und das Öl auch gerochen“, sagt Bürgermeister Thomas Holz, der sich vor Ort ein Bild der Lage gemacht hatte. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr legten eine etwa 250 Meter lange Ölsperre auf den See und versuchten, das Öl auf dem Wasser zu binden.
Zu dem Vorfall muss es laut Polizei zwischen Donnerstag und Samstag gekommen sein. Am Donnerstag hatte es eine Heizöllieferung in der Kristall-Therme gegeben. „Dabei ist vermutlich eine Zuleitung kaputtgegangen“, sagt ein Polizeisprecher. Heizöl sei in den Schacht gelaufen. Das Schwimmbad habe noch einen Experten hinzugezogen, der die Lage begutachtete. „Es wurde aber nicht davon ausgegangen, dass das Öl außerhalb des Schachts versickern könnte.“ Genau das ist aber offensichtlich passiert. Das Öl sickerte ins Erdreich und gelangte in den See.
Es war wichtig, schnell zu reagieren, betont Holz. Am Kochelsee brüten, rasten und überwintern viele seltene und geschützte Vogelarten. Noch ist unklar, wie viel Öl in den See gelangt ist. va