Mann auf Straße erschossen – Schütze tot im Wald

von Redaktion

Ansbach – Gestern um 10.45 Uhr im mittelfränkischen Weiltingen (1408 Einwohner) nahe Dinkelsbühl. Ein Ford Transit fährt vor. Nachbarn hören plötzlich Knallgeräusche: Der Fahrer (55) des schwarzen Transporters hat auf einen 33-jährigen Anwohner am Fahrbahnrand mit einer Schusswaffe gefeuert. Mehrmals. Das Opfer bricht zusammen, der Schütze fährt davon. Die Nachbarn holen den Rettungsdienst, verständigen die Polizei. Die Sanitäter können dem 33-Jährigen nicht mehr helfen, er stirbt.

Die Polizei startete sofort eine Großfahndung mit Hubschraubern und Dutzenden Streifenwagen. Die Bevölkerung wurde zur Vorsicht ermahnt, da der Mann mit der Schusswaffe noch flüchtig war. Etwa zwei Stunden nach den tödlichen Schüssen entdeckte die Mannschaft eines Polizeihubschraubers den Ford Transit nur wenige Kilometer vom Tatort entfernt in einem Waldstück. Polizeibeamte näherten sich vorsichtig, bis klar war, dass keine Gefahr für sie bestand: „Am Fahrersitz fanden Beamte des Spezialeinsatzkommandos eine männliche Person, die sich offensichtlich das Leben genommen hatte“, erklärt die Polizei.

Die Hintergründe der Tat waren gestern Nachmittag noch ein Rätsel: „Derzeit führt die Kriminalpolizei am Tatort umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen sowie Befragungen durch“, hieß es bei der Polizei. „Nach ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei Ansbach gehen die Beamten derzeit davon aus, dass Tatverdächtiger und Opfer sich kannten.“ Das ist die Spur, die die Ermittler verfolgen. „Es gibt eine Vorgeschichte zwischen den Männern“, wie Polizeisprecher Marc Siegl gegenüber Nordbayern.de berichtete.

Laut Bild sollen die beiden Männer Nachbarn gewesen sein und lange im Streit gelegen haben. JOHANNES WELTE

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