Gutachten bestätigt: Bauernland in Bauernhand

von Redaktion

München – Ein vom bayerischen Landwirtschaftsministerium in Auftrag gegebenes Gutachten zum Bodenmarkt hat bestätigt, dass in Bayern Bauernland noch überwiegend in Bauernhand ist. 95 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen sind in Privateigentum.

„Viele bayerischen Bauernhöfe sind seit Generationen in Familienbesitz. Ziel der Landwirte ist es, ihren Hof bestmöglich zu bewirtschaften und schließlich an die nachfolgende Generation weiterzuvererben. Das ist gelebte Nachhaltigkeit, und das müssen wir uns bewahren“, so Ministerin Michaela Kaniber.

Jeweils zur Hälfte sind die Eigentümer Landwirte und Nichtlandwirte. Darüber zeigt das Gutachten die breite und kleinteilige Eigentümerstruktur im Freistaat auf. Die Mehrzahl (52 Prozent) der Eigentümer verfügt über weniger als ein Hektar Landwirt-schaftsfläche. Ein weiteres knappes Viertel aller Eigentümer besitzt zwischen einem und fünf Hektar. Rund 20 Prozent der Eigentümer landwirtschaftlicher Flächen verfügen über bis zu 50 Hektar Fläche. Die Preise für landwirtschaftliche Flächen steigen gerade auch in Bayern seit Jahren stark an. Bayern sei Zuzugsland und landwirtschaftliche Fläche werde zunehmend für neue Wohnbau- und Industriegebiete, Infrastrukturprojekte oder naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen nachgefragt und in Anspruch genommen. Das Gutachten zeige auf, dass in der Folge vielfach die öffentliche Hand und Unternehmen die höchsten Bodenpreise bezahlen. Sie tragen mit ihrer Kaufkraft erheblich zu den Preissteigerungen auch im landwirtschaftlichen Bodenmarkt bei.  mm

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