München – Die Zeitungsbranche blüht auf – an Bayerns Schulen. 16 Schülerzeitungen sind beim Wettbewerb „Die Raute“ von der Hanns-Seidel-Stiftung ausgezeichnet worden – für auffällig kreative, teils kritische Texte. Nie seien Nachwuchsjournalisten so wichtig gewesen wie heute im Kampf gegen „Fake-News, manipulierte Fotos und Videos und staatliche Propaganda und Zensur im Netz“, sagte Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) bei der Vergabe der Preise in München.
Das Gesamtpreisgeld beträgt knapp 5000 Euro. Ausgezeichnet wurden Zeitungen aus allen Schularten, gedruckt und als Online-Ausgaben. Unter den prämierten Zeitungen: „Eastsider“ des Sonderpädagogischen Förderzentrums in München. Die Redakteure machten das Thema Pandemie und Homeschooling zum Schwerpunkt ihrer Ausgabe. Für die herausragenden Texte, unter anderem zum Thema „Fridays for Future“, wurde das Magazin „Wortwechsel“ der beruflichen Oberschule in Erding ausgezeichnet. Auffällig: Viele Redaktionen packten schwierige, fordernde Themen an. Für das Leitthema „Jenseits“ – Tod und Sterben, aber auch Lebensfreude – wurde die Passauer Hans-Bayerlein-Schule prämiert. Ein langes, präzises Interview mit einem geflüchteten Mitschüler brachte der Zeitung „Blickkontakt“ (Von-Müller-Gymnasium Regensburg) einen Preis ein. cd