München – Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat vor dem Kollaps vieler Krankenhäuser gewarnt: „Viele Kliniken und Gesundheitseinrichtungen stehen vor dem Knockout. Inflation und Energiekrise sorgen für Kostenexplosionen, die letztlich die Versorgung der Menschen gefährden.“ Gemeinsam mit der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, den Sana Kliniken, den bayerischen Landkreisen sowie dem Bayerischen Städtetag hat Holetschek die Bundesregierung aufgefordert, für eine stabile, langfristig gesicherte Finanzierung des Gesundheitswesens zu sorgen.
Nicht nur die hohen Energie- und Sachkosten treffen laut Holetschek so gut wie jede Einrichtung – fast alle kämpfen auch mit schweren Personalproblemen und den Pandemiefolgen. „Der Bundesgesundheitsminister hat allein den Kliniken bis Ende 2023 rund 4,5 Milliarden Euro versprochen“, sagte Holetschek. Die Regierung müsse dieses Versprechen jetzt einhalten und umsetzen, damit bis zur Reform nicht zu viele Einrichtungen geschlossen würden. „Die Lage ist ernst und erfordert rasches, entschlossenes Handeln.“
Unbürokratische Unterstützung forderte Holetschek auch für Vorsorge- und Rehaeinrichtungen, Arztpraxen, Pflegeheime und -dienste.