von Redaktion

Seit einiger Zeit schlafe ich länger und komme morgens schwer aus den Federn. Gestern weckte mich der Waldkauz Ulrich: „Na, Wetterente Paula, bist du endlich wach, du alte Schlafmütze? Zum Glück sind nicht alle Menschen, Tiere und Pflanzen solche Langschläfer wie du!“ Ich schaute meinen Waldkauzfreund ganz irritiert an und bohrte noch leicht müde nach: „Ulrich, hast du gerade von Menschen, Tiere und Pflanzen gesprochen? Pflanzen sollen auch schlafen?“, quakte ich ungläubig. Ulrich kauzte: „Natürlich schlafen Pflanzen in der Nacht. Wenn du es mir nicht glaubst, musst du am Morgen und gegen Abend, vor dem Sonnenuntergang, die Pflanzen genau beobachten. Am besten kannst du es bei Kleegewächsen und Hülsenfrüchten, wie zum Beispiel den Bohnen sehen. Abends lassen diese Pflanzen ihre Blätter ganz müde hängen. Der Klee auf der Wiese vor dir zum Beispiel, faltet seine drei- oder vierteiligen, herzförmigen Blätter ganz zierlich zusammen. Auch viele Blumen wie das Gänseblümchen schließen ihre Blüten über Nacht, um sie vor Tau, Kälte und Regen zu schützen. Am Morgen strecken sich viele Pflanzen aber wieder der Sonne entgegen und öffnen ihre Blätter und Blüten.“

Eure Paula

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