Frau im Beisein der Tochter getötet

von Redaktion

Prozessbeginn in Regensburg: Staatsanwaltschaft wirft 37-Jährigem Mord vor

Regensburg – Mit mindestens 24 Messerstichen soll ein 37-jähriger Mann seine Lebensgefährtin getötet haben, während die Tochter daneben im Bett lag. Seit Freitag muss sich der Mann vor dem Landgericht Regensburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord vor. Laut Anklage erstach der Mann sein 27-jähriges Opfer im Schlafzimmer seiner Wohnung in Neutraubling im Kreis Regensburg. Die neunjährige Tochter musste die Tat miterleben. Die Staatsanwältin sieht drei Mordmerkmale als gegeben an: Heimtücke, niedrige Beweggründe und Grausamkeit. Zu Prozessbeginn schwieg der Angeklagte.

Motiv soll eine sich abzeichnende Trennung der 27-Jährigen von ihrem Partner und ihre beginnende Beziehung mit einem anderen Mann gewesen sein. Dies habe der Angeklagte nicht akzeptieren und die Frau lieber töten wollen, sagte die Staatsanwältin.

Am Morgen des 6. Februar sei der Angeklagte mit einem Küchenmesser in das Schlafzimmer gegangen, habe die Türe zugesperrt, um eine Flucht der Frau zu verhindern, und das Licht ausgemacht. Dann habe er angefangen, auf sein Opfer einzustechen. Die Frau habe aufzustehen versucht, sei jedoch über die Füße ihrer Tochter gestolpert und neben das Bett gefallen, wo der Mann weiter auf sie eingestochen habe. Die 27-Jährige verblutete.

Mehrere Polizisten schilderten, wie sie den Einsatz damals erlebten. Ein Beamter berichtete, wie der Angeklagte bei der Inspektion anrief und die Tat mit den Worten „Ich brauche eine Streife. Ich habe soeben meine Freundin umgebracht“ gestand. Ein Beamter hatte damals die Türe zum Schlafzimmer eingetreten. Der Mann sei mit einer Unterhose bekleidet, blutverschmiert und ruhig vor ihm gestanden, sagte der Polizist. Die Tote habe in einer Blutlache auf dem Boden gelegen und das Mädchen regungslos auf dem Bett gesessen. „Sie hat nicht reagiert und keinen Ton von sich gegeben.“  lby

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