12 500 Euro für Schulterbruch auf der Piste

von Redaktion

Skitrainer des WSV Isartal-Icking verklagt die Bayerische Zugspitzbahn

Garmisch-Partenkirchen – Ein Skiunfall im Classic-Skigebiet bei Garmisch-Partenkirchen beschäftigt derzeit das Zivilgericht München II. Geklagt hat ein Skitrainer des WSV Isartal-Icking (Kreis Bad Tölz- Wolfratshausen). Im März 2018 hatte er sich bei einem Sturz unterhalb der Kreuzalm die Schulter gebrochen. Nun möchte er von der Zugspitzbahn 12 500 Euro Schmerzensgeld.

Der 57-Jährige, von Beruf Rechtsanwalt, ist ein richtig guter Skifahrer. Er ist 13-facher Justizmeister und trainiert die Nachwuchs-Talente aus dem Raum Wolfratshausen. In dieser Funktion war er auch am Unfalltag mit zwei Schülerinnen unterwegs. Von der Kreuzalm wollte er die beiden Mädchen über einen Ziehweg zum Rennstart auf der Kandahar bringen. Doch es war neblig, die Sicht mehr als diffus. Nach einem Rechtsschwung erwischte der 57-Jährige eine Spur, die er bereits für den Weg hielt, geriet außerhalb des Pistenbereichs und stürzte etwa einen Meter tief auf den richtigen Weg.

Vor dem Verwaltungsgericht prangerte er gestern eine Verletzung der Verkehrssicherheitspflicht an. Die gefährliche Stelle hätte die Zugspitzbahn mit einem Flatterband kennzeichnen können, so seine Meinung. Offenbar waren am Unfalltag schon mehrere Skifahrer dort gestürzt. Als er sich bei der Bergwacht meldete, sagte ein Mitarbeiter nur: „Da bist du heute nicht der Erste.“

Der 57-Jährige musste operiert werden, später entdeckte sein Physiotherapeut noch einen Schaden an der Wirbelsäule. „Ich bin froh, dass ich noch lebe“, sagte der Kläger. Auf Anraten des Richters will er sich nun mit der Zugspitzbahn auf einen Vergleich einigen. ANGELA WALSER

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