Mittlerweile war es Spätherbst bei uns am See geworden. Wir wärmten uns gegenseitig und betrachteten die glitzernde Frostlandschaft vor unseren Entenschnäbeln. Dann fing Agnes an zu schnattern: „Wetterente Paula, weißt du eigentlich, dass manche Pflanzen die kalte Jahreszeit sogar brauchen?“ „Aber Agnes, ich habe Menschen gesehen, die ihre Topfpflanzen eingehüllt haben, um sie vor Kälte zu schützen“, quakte ich. Agnes schaute ein wenig streng und rückte ihre Brille zurecht. Dann quakte sie: „Klar, das stimmt schon, aber das sind dann meist auch Pflanzen, die eigentlich aus wärmeren Gegenden der Erde kommen. Bei uns heimische Pflanzen sind ja seit Langem an die Kälte gewöhnt und angepasst. Es gibt Pflanzen, die die Kälte wirklich benötigen. Man nennt sie Kaltkeimer. Der Frost und die Kälte sind nach dem Säen für das spätere Keimen und Wachsen überlebenswichtig. Wird es im Herbst kälter, stellen die Pflanzen ihr Wachstum ein. Die keimen erst dann, wenn es wieder wärmer wird. Neben dem Schneeglöckchen, gehören noch Krokusse, Tulpen und andere Zwiebelblumen zu den Pflanzen, die den Frost und die Kälte des Winters brauchen, um dann im Frühling zu blühen.“
Eure Paula