Dienstbezüge des Bürgermeisters werden gekürzt

von Redaktion

München – Im ersten Disziplinarverfahren um die Miesbacher Sparkassenaffäre hat das Verwaltungsgericht (VG) München dem Bürgermeister von Kreuth, Josef Bierschneider, die Dienstbezüge gekürzt. Bierschneider bekommt über anderthalb Jahre sein Monats-Salär um zehn Prozent gekürzt. Damit ahndet das Gericht die Dienstpflichtverletzung des Beamten.

Bierschneider (50), der persönlich nicht vor Gericht erschien, hatte sich als Mitglied des Verwaltungsrats der Kreissparkasse Miesbach zwischen 2011 und 2013 luxuriöse Ausflüge ins Stubaital (Tirol) und ins schweizerische Interlaken finanzieren lassen. Dort residierte er wie einige andere Bürgermeister samt Ehefrauen in Fünf-Sterne-Hotels. Diese Reisen waren stets als Arbeitssitzungen getarnt. Bierschneider, der im Strafverfahren vor dem Amtsgericht Miesbach einen Strafbefehl über eine „Geldstrafe auf Bewährung“ akzeptierte, leistete bereits Ausgleichsbemühungen in Höhe von insgesamt 11 000 Euro.

Im zweiten Disziplinarverfahren musste sich der frühere Kreisrat Josef Bichler (80) vor dem VG verantworten. Seine Bezüge werden für 14 Monate um zehn Prozent gekürzt.  wal

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